sleep out

berlin

2500m2,

0.00€ kalt

WAS IST SLEEP OUT

Eine Aktion von mob e.V.

 

Prominente, Politiker und engagierte Bürger schlafen draußen und machen so auf die Not Tausender Obdachloser in Berlin aufmerksam

 

Die Übernachtung findet vor der Notunterkunft des Vereins mob - obdachlose machen mobil statt, der in Prenzlauer Berg mehrere Hilfsprojekte für Obdachlose unterhält. Die Teilnehmer übernachten auf der Straße in Schlafsäcken und erfahren am eigenen Leib, mit welchen Unsicherheiten und Ängsten Obdachlose jede Nacht konfrontiert sind.

 

Ziel der Aktion ist die Erregung von Aufmerksamkeit für das Thema Obdachlosigkeit und die Generierung von Spenden für den Verein mob. Insbesondere soll durch dieses öffentlichkeitswirksame Projekt auf die mangelnde Anzahl von Übernachtungsplätzen, das Schutzbedürfnis speziell von Frauen und Kindern und die hohe Anzahl von Wohnungslosen hingewiesen werden.

 

Termin: 15. September 2017

 

UNSERE ZIELE

Stellen Sie sich vor, Sie haben keine Möglichkeit, sich abends einfach in Ihr Bett zu legen. Nicht zu wissen wo man als nächstes schläft, wann man als nächstes etwas zu essen bekommt und ob man die Nacht überhaupt überlebt, gehört zu der bitteren Realität, mit der immer mehr Obdachlose in Berlin täglich zu kämpfen haben. Heutzutage sind es Arbeitslosigkeit, fehlender bezahlbarer Wohnraum, niedriges Einkommen bzw. steigende Armut, sinkende staatliche Unterstützung und generelle Kürzungen im Sozialsystem, was schnell in die Obdachlosigkeit führt.

 

Mit dem Projekt "sleep out berlin" wollen wir:

Auf die steigende Zahl an obdachlosen, wohnungslosen und armen Menschen in Berlin  aufmerksam machen.

Bewusstsein schaffen für die Umstände, unter denen die Obdachlosen täglich draußen schlafen müssen.

Spenden sammeln, um den Obdachlosen weiterhin eine Übernachtungsmöglichkeit anbieten zu können.

Es gibt Millionen Menschen, die in prekären Lebenssituationen sind. Auch Menschen, die im Niedriglohnsektor arbeiten, sind häufig von Armut betroffen, obwohl sie oft mehrere Jobs ausüben, um über die Runden zu kommen.

 

Die Schere zwischen Arm und Reich ist deutlich auseinander gegangen. Auch Rentner, die von ihrer Rente nicht leben können und Kinder, die Armut schon von klein auf erleben, ohne jegliche Chance auf Teilhabe, nutzen die Angebote von mob e.V. und benötigen unsere Hilfe.

 

Das  Bild von Menschen, die Mülltonnen nach Pfandflaschen und Essen durchsuchen ist in Berlin Alltag und gehört zum „normalen“ Stadtbild.

 

Der mob e.V. konnte viele obdachlosen Mensche direkt aus der Notunterkunft in sozialversicherungspflichtige Jobs vermitteln, zudem in geeigneten Wohnraum. Ehemalige Gäste der Notübernachtung helfen nun auch als Ehrenamtliche aus, weil wir ihnen geholfen haben und sie uns etwas zurückgeben möchten und anderen Obdachlosen Mut machen wollen. Das ist sehr schön und motiviert.

 

Es entsteht eine neue Kategorie unsichtbarer armer und obdachloser Menschen, die aus der Mitte unserer Gesellschaft fallen. mob e.V. hilft die Probleme sichtbar zu machen und den armen Menschen eine Stimme zu verleihen. Helfen auch Sie für ein solidarisches Miteinander!

 

Helfen Sie uns die sozialen Menschenrechte sozial Benachteiligter und Abgehängter durchzusetzen!

 

 

FAKTEN

  • ANTEIL WOHNUNGSLOSER STEIGT

    Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe prognostiziert bis zum Jahr 2018 einen drastischen Anstieg auf 536.000 wohnungslosen Menschen in Deutschland.

  • ALLEIN IN BERLIN LEBEN TAUSENDE AUF DER STRAßE

    In Berlin gibt es über 17.000 Wohnungslose und Schätzungen gehen von 3000 bis über 6000 obdachlosen Menschen aus.

  • VERSTOß GEGEN DIE GRUNDRECHTE DES MENSCHEN

    Notunterkünfte und Obdachlosenheime sind überlastet und weisen ab, so schlafen die meisten auf der Straße. Menschen in einer derartigen Notsituation Hilfe zu verweigern, verstößt gegen die Grundrechte dieser Menschen.

  • WACHSENDER MANGEL AN BEZAHLBAREM WOHNRAUM

    Die wesentlichen Ursachen liegen in einer seit Jahrzehnten verfehlten Wohnungspolitik in Deutschland, in Verbindung mit einer unzureichenden Armutsbekämpfung. Die wachsende Zuwanderung von EU-Bürgern und Asylbewerbern spielt auch eine Rolle als Katalysator und Verstärker der Problematik.

     

    In Berlin schreitet die Gentrifizierung voran und die Mieten steigen signifikant. Es gibt zu wenig Wohnraum für die wachsende Bevölkerung und zu wenige leistbare Wohnungen für die große Gruppe von Haushalten, die unterdurchschnittliche Einkommen haben.

     

    Die Gentrifizierung beschreibt die Sanierung der physischen Struktur, die eine Aufwertung innenstadtnaher Wohngebiete und die Verdrängung der angestammten Bevölkerung durch eine statushöhere Bevölkerung zur Folge hat. Somit können sich finanzschwache Menschen die hohen Mieten in der Innenstadt nicht mehr leisten und werden verdrängt. Es gibt eine starke Konkurrenz von verschiedenen finanzschwachen Gruppen um den wenig bezahlbaren Wohnraum der in Berlin vorhanden ist.

     

  • ARMUT KANN JEDEN TREFFEN UND IST REAL

    Armut ist leider ein Teil unserer Gesellschaft. Armut hat viele Erscheinungsbilder und Ursachen und sie begegnet uns täglich in den Medien und auch vermehrt in unserem direkten Umfeld. Es gibt eine Konkurrenz am Rande der Gesellschaft, unter Menschen aller Nationalitäten, die fast nichts mehr oder gar nichts haben. Der mob e.V. ist seit über 20 Jahren im Feld der Obdachlosenhilfe tätig. Die Menschen, die Hilfe bei uns suchen sind mittlerweile sehr heterogen. Es gibt Rentner, Hartz IV-Empfänger, Familien, Geflüchtet und Unionsbürger die trotz eines Leistungsbezuges der zuständigen Behörde obdachlos sind und unserer Hilfe benötigen. Armut fängt mit gesellschaftlicher Ausgrenzung an. Arme Menschen verwenden einen Großteil ihres Einkommens durch Transferleistungen zur Befriedigung der Grundbedürfnisse.  Für andere Güter fehlen den betroffenen Menschen die Mittel - so erleben sie Ausgrenzung von Dingen, die in unserem Land als selbstverständlich gelten, wie zum Beispiel die Teilhabe an sozialen, kulturellen bzw. sportlichen Angeboten. Besonders alarmierend ist hier das vermehrt Menschen die einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit nachgehen trotzdem von Armut betroffen sind und keinen geeigneten Wohnraum finden.

  • MANGEL AN UNTERSTÜTZUNG UND MITTELN

    Die Notübernachtung des mob e.V. ist teilfinanziert durch das Integrierte Sozialprogramm vom Land Berlin. Trotzdem muss ein erheblicher Teil der Finanzierung durch Spenden eingeworben werden. Auch der Tagesaufenthalt, das Kaffee Bankrott, erhält keine staatliche Unterstützung. In Pankow sind wir das einzige Projekt, das obdachlosen und armen Menschen 24 h Schutzräume vor Gewalt, Diskrimierung etc. bietet. Um weiterhin die Projekte aufrecht erhalten zu können benötigen wir dringend mehr qualifiziertes Personal. Da die Problemlagen der Hilfesuchenden immer komplexer werden. Der Betrieb der Notübernachtung erfolgt im Spät- und im Nachtdienst nur durch ehrenamtliche Mitarbeiter, auch in unserer Tagesstätte haben wir kein hauptamtliches Personal. Die sozialen Wohnhilfen in den Bezirken weißen häufig Menschen ab, die nach dem ASOG einen Anspruch auf eine Unterbringung haben, somit gibt es einen regelrechten Rückstau auf der Straße.

  • GANZE FAMILIEN SIND BETROFFEN

    Die Zahl der wohnungslosen Familien und Kinder ist eklatant gestiegen. Es gibt einen großen Konkurrenzkampf von Menschen in Not um die wenigen vorhandenen Ressourcen, wie ein Platz in einer Notunterkunft, in einem Obdachlosenwohnheim oder um den kaum vorhanden bezahlbaren Wohnraum. Es müssen immer häufiger Frauen und Kinder in dem Familienzimmer von mob e.V. untergebracht werden. Zudem kommt es vor das in Berlin und Brandenburg keine Plätze in Frauenhäusern zur Verfügung stehen. Von Gewalt betroffene Frauen und Kinder werden dann erstmal in der Notübernachtung des mob e.V. untergebracht, bis eine Vermittlung möglich ist.

  • HELFER AN DER GRENZE DER BELASTBARKEIT

    Durch die Gentrifizierung in Berlin ist der Wohnungsmarkt sehr angespannt. Es ist kaum möglich bezahlbaren Wohnraum zu finden, dass verstärkt den Rückstau erheblich. Flüchtlinge und EU-Migranten zu versorgen ist ein zusätzliches Problem und für alle Mitarbeiter von mob e.V. eine enorme Belastung.

KONTAKT

10407 Berlin

Storkower Str. 139d

030 24627935

spenden@strassenfeger.org

www.mob-berlin.org

Auf die steigende Zahl an obdachlosen, wohnungslosen und armen Menschen in Berlin  aufmerksam machen.

Spenden sammeln, um den Obdachlosen weiterhin eine Übernachtungsmöglichkeit anbieten zu können.

Bewusstsein schaffen für die Umstände, unter denen die Obdachlosen täglich draußen schlafen müssen.

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